Wie mich in den USA der Travel Bug packte

California here I come – Hallo Mr. Travel Bug

Das Reisefieber hat mich gepackt, als ich 2009 für ein knappes Jahr in Palo Alto, eine halbe Stunde südlich von San Francisco, gelebt und gearbeitet habe. Damals habe ich das erste Mal gemerkt, dass ich mein Leben bisher nicht so gelebt habe wie ich das gerne wollte (und sollte). Mal weg von allem Gewohnten und von der Heimat zu sein, hat mir unglaublich die Augen geöffnet und meine Zeit in den USA hat mir gezeigt, wie viel es da draussen noch zu erkunden gibt und wie wenig ich eigentlich über andere Länder und andere Kulturen weiss. So richtig meine ich. Jeder hat ja schon mal die üblichen Clichés über gewisse Länder gehört, aber wie viele Leute wissen denn, ob da tatsächlich auch was dran ist?…

Interessant war für mich auch plötzlich Vergleichsmöglichkeiten zu haben und festzustellen:

Nein, das super tolle Heizsystem, das wir in deutschen Häusern haben, gibt es nicht überall.
Das Gleiche gilt für Brot. Richtiges Brot.
Benzin kann auch richtig billig sein.
Es ist möglich 8 spurige Autobahnen zu bauen auf denen man dann aber nur 130km/h fahren darf.

Die Zeit in Kalifornien gehört zu den Besten meines Lebens. Absolut atemberaubende Nationalparks haben mir die Kinnlade runterfallen lassen und ich habe in einem Jahr so viel über mich selber gelernt, wie davor in 25 Jahren nicht. Ganz zu schweigen natürlich von meinem Englisch, das ich dort ganz gut aufpolieren konnte.

Von USA zurück nach Deutschland

Auch beruflich habe ich schon immer die Unabhängigkeit geliebt. Meine Arbeit als Web Designer (oder etwas genauer für alle, die sich etwas in dem Metier auskennen: UI/UX Designer) hat es mir ermöglicht, mir meine Brötchen als Freelancer zu verdienen. Mir hat es nie etwas ausgemacht, etwas mehr Arbeit investieren zu müssen, um mir Aufträge zu beschaffen, in der Ungewissheit zu leben ob ich nach diesem, gleich einen weiteren Job finde und nicht genau zu wissen wie viel ich insgesamt im Jahr verdienen werde.

Ganz im Gegengeil. Das Alles habe ich gerne in Kauf genommen für die ultimativen Freiheiten, die das Freelancer Dasein mit sich bringt: So lange reisen wie man will und wann mal will (und es das Budget zulässt), nicht ortsgebunden zu sein, viel Neues zu sehen (auch viele Firmen kennenzulernen)… Und trotz allem wurde mir, als ich zurück aus den USA kam, nach kaum einem Jahr in Deutschland so richtig langweilig. Ich musste wieder raus. Am besten in ein englischsprachiges Land.

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