Woher weiß ich welche Firmen sponsern?

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Bei welchen Firmen habe ich die größte Chance gesponsert zu werden?

Leider gibt es keine online Liste, in der alle Firmen aufgelistet sind, die schon mal jemanden gesponsert haben. Generell gilt auch hier nachfragen und versuchen, Informationen über eigene Freunde und Kontake zu bekommen. Ihr könnt natürlich auch hier auf RausnachAUS in den 457 Erfahrungsberichten stöbern. Hin und wieder verraten Leute, von welchen Firmen sie gesponsert wurden. In diesem Artikel hier findet ihr ein paar Tipps, worauf ihr bei der Suche nach einem australischen Arbeitgeber achten solltet und wie ihr eure Chancen maximiert einen Sponsor zu finden.

Kann prinzipiell jede Firma sponsern?

Nicht jede Firma in Australien kann automatisch Leute über das 457 Visum sponsern. Der Arbeitgeber muss sich erst beim Immigration Department um eine Art Zertifikat bewerben, das ihn als offiziellen Sponsor ausweist. Dabei müssen von der Firma gewisse Kriterien erfüllt werden, unter anderem:

1. Die Firma hat eine ABN (Australian Business Number), macht tatsächlich Umsätze und existiert nicht nur auf dem Papier.
2. Es muss nachgewiesen werden können, dass Geld in die Fortbildung der Mitarbeiter investiert wird.

Sobald das Immigration Department die eingereichten Unterlagen geprüft und seine Zustimmung gegeben hat, kann die Firma euch für einen bestimmten Job nominieren. Die meisten Unternehmen lassen den dann folgenden Papierkram von Einwanderungsanwälten erledigen. Mehr Informationen dazu findet ihr auf der Seite des Immigration Departments.

Ist es sinnvoll sich ausschließlich bei Firmen zu bewerben, die schon mal jemanden gesponsert haben?

Nein, im Fokus eurer Suche sollte hauptsächlich stehen, eine Stelle zu finden, die wirklich zu euch passt. Versteift euch nicht zu sehr darauf, eine Firma zu finden, die schon mal jemanden gesponsert hat. Seht auch eher davon ab, zu schnell bei einem Arbeitgeber anzufangen, bei dem ihr euch nicht sicher seid. Vertraut eurem Bauchgefühl und behaltet im Kopf: Wenn ihr einen Job annehmt, bei euch der Arbeitgeber sponsert, ist es relativ schwierig die Firma innerhalb der ersten zwei Jahre einfach so zu wechseln.

Wenn ihr zeigen könnt, dass ihr in eurem Beruf Ahnung habt, dann gehen Firmen auch gerne den komplizierten Weg über das Sponsorship um euch als Arbeitskraft einzustellen. Kurzum: Beweist den Firmen da draußen, dass ihr gut in eurem Job seid!

Hat es Vorteile, wenn die Firma schon ein zertifizierter Sponsor ist?

Es bringt gewisse Vorteile mit sich:

Die Firma muss sich nicht von Grund auf neu beim Immigration Department als zertifizierter Sponsor bewerben. Da auch das normalerweise Geld und Zeit verschlingt, fällt schon einmal eine große Hürde weg, wenn die Firma da schon ‚durch ist‘.

Es wurden vorher schon mal andere Leute gesponsert und dadurch weiß der Arbeitgeber normalerweise ein wenig über den Beantragungsprozess des Visums.

Es kann aber auch Nachteile haben:

Manchmal tendieren Firmen dazu alle Bewerber in einen Topf zu werfen. Soll heißen wenn sie einmal schlechte Erfahrungen mit einem Visumsantrag gemacht haben und es zum Beispiel extrem lange gedauert hat, bis die Bewerbung durch war, wird oft angenommen, dass es auch beim nächsten Bewerber so ist. In den meisten Fällen gehen 457 Anträge in 2 bis 3 Wochen über die Bühne, aber es kann hin und wieder länger dauern wenn Unterlagen fehlen oder ähnliches. Leider bleiben solch schlechte Erfahrungen meistens lange im Kopf der Arbeitgeber.

Sollte ich bei der Suche nach einem Sponsor auf die Größe der Firma achten?

Kurz gesagt, ja. Tendenziell habt ihr bessere Chancen auf ein Sponsorship wenn ihr euch bei mittelständischen bis großen Firmen bewerbt. Vergesst nicht, dass ein Sponsorship auch immer eine Ausgabe für eine Firma bedeutet und die wird weitaus leichter hingenommen, wenn ein gewisser Umsatz vorhanden ist.

Das heißt aber nicht, dass ihr es bei kleineren Firmen nicht ebenso versuchen solltet, wenn diese eine Stelle in eurem Arbeitsbereich anbietet. Wenn weniger als 10 Leute dort arbeiten,würde ich den Arbeitgeber erst sehr genau unter die Lupe nehmen und tendenziell eher davon abraten, dort ein Sponsorship einzugehen. Kleinere Firmen heißen oft lange Arbeitszeiten, weniger Gehalt und auch weniger Flexibilität (zum Beispiel wenn es um Urlaub geht). Haltet euch vor Augen, dass ihr, wenn ihr schon von der anderen Seite der Welt kommt, auch wahrscheinlich die Möglichkeit haben wollt ein mal im Jahr für volle drei Wochen nach Deutschland, in die Heimat zu fliegen. Bei manchen sehr kleinen Firmen ist das nur schwierig oder unmöglich aus schierem Mangel an Arbeitskräften.

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Chrissy

Ich komme ursprünglich aus München und arbeite, wenn ich nicht gerade an dem RausnachAUS Blog schreibe, als Web Designer. Eine meiner grössten Leidenschaften ist das Reisen und ich lebe seit mittlerweile 4 Jahren in der europäisch(st)en Metropole Australiens, Melbourne.

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