Im Interview: Ulrike über sich

Hast du irgendwann einmal im Ausland gewohnt und hast du währenddessen etwas aus Deutschland vermisst?

Ulrike: Während meines ersten längeren Auslandaufenthalt war ich sechs Monate als Au-pair in Frankreich. Ich kann mich noch erinnern, dass mir dort das deutsche Brot sehr gefehlt hat. Auf meiner siebenmonatigen Weltreise, die ich einige Jahre später angetreten habe, habe ich eigentlich nichts aus Deutschland so richtig vermisst. Dafür gab es vielleicht zu viel Neues zu sehen und zu erleben. Allerdings war das Nomadenleben auf Dauer nicht meine Sache und ich wollte wieder sesshaft werden.

Dann habe ich noch ein halbes Jahr in Toronto gearbeitet. Kanada und die Kanadier haben mir auch sehr gut gefallen, aber das Stadtleben in Toronto war nicht so meines, zumal ich einen weiten Weg aus der Stadt hinaus zur Arbeit hatte.

Also habe ich mich entschlossen, wieder nach Deutschland zu ziehen. Ich bin dann nach München gezogen, wo ich auch meinen Mann kennengelernt habe. Ursprünglich komme ich aber übrigens aus der Nähe von Köln, aus Siegen.

Reisen ist nach wie vor mein größtes Hobby, neben Sport, Fahrradwanderungen und exotischer Küche.

Du hattest angedeutet, dass du Übersetzungen für australische Visas ganz gerne oder sogar besonders gerne machst. Gibt es da einen Grund dafür? Bist du ein besonderer Australien-Fan?

Ulrike: Seit meiner Weltreise bin ich Australien-Fan. Damals bin ich von Timor nach Darwin geflogen und die einzige Landkarte, die ich von Australien besaß, war die Abbildung auf dem Außenrücken des Lonely-Planet-Guides. Die war winzig. Also habe ich mich gleich mal 42 Stunden in den Bus gesetzt und bin zum Ayers Rock gefahren, und dann über Alice Springs nach Cairns. Das war eine ganz schöne Strecke. Weiter ging es dann in Etappen nach Sydney. Das war 1991 noch eine ziemlich verschlafene Stadt.

Seitdem war ich noch zweimal in Australien, einmal im Urlaub und einmal 2012 für mehrere Monate, um unsere Tochter im Norden von Sydney in die Schule zu schicken. Wir sind damals am Wochenende oft nach Sydney gefahren oder an den Strand gegangen und haben viele Ausflüge in die Umgebung gemacht. Ich weiß gar nicht, wie oft ich die Fähre vom Hafen nach Manly genommen habe, um dort ein Eis zu essen und an den Strand zu gehen, und eine der schönsten Erinnerungen ist eine Wanderung von Mosman nach Manly. Das war eine sehr schöne Zeit, und seitdem habe ich „Heimweh“ nach Australien.

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